Hauptbahnhof Zürich

Hauptbahnhof Zürich

Der Hauptbahnhof Zürich ist der grösste Bahnhof der Schweiz. Pro Tag empfängt er rund 400’000 Reisende. Dadurch ist der Hauptbahnhof nicht nur der bestfrequentierte Standort der Schweiz sondern er zählt auch zu den am stärksten frequentierten Bahnhöfen der Welt.

Bahnhofshalle

Die 24 Meter hohe Haupthalle, welche beinahe den gesamten Bahnhof überdeckt, zählt zu den grössten überdachten, öffentlich zugänglichen Flächen Europas. Die Halle kann von allen vier Seiten betreten und verlassen werden. Durch den südlichen Ausgang erreichst du den Bahnhofsplatz sowie die angrenzende Bahnhofstrasse. Verlässt du die Halle durch den östlichen Ausgang, stehst du am Bahnhofquai, von wo aus eine Brücke Richtung Niederdorf führt. Überquerst du die Strasse am nördlichen Tor des Bahnhofs, stehst du direkt vor dem Landesmuseum. Am westlichen Ende der Bahnhofshalle liegen die Gleise 3 bis 18, die von Schnellzügen und einigen S-Bahnen befahren werden. Taxistände findest du sowohl am südlichen sowie auch am nördlichen Ausgang der Halle.

Die Bahnhofshalle Zürich ist gesäumt von Restaurants, kleinen Geschäften, Ticketschalter und Fressständen. In der Mitte der Halle finden regelmässig Grossanlässe statt – wie etwa „Zürich tanzt“, der Guinness Weltrekord im Fondue essen oder ein Konzert der New York Philharmonica. Jeweils mittwochs findest du hier einen Wochenmarkt, an welchem du dich hervorragend verköstigen kannst. Von hausgemachten Delikatessen über regionales Gemüse bis hin zu ursprungsgeschützten Naturprodukten findest du hier alles, was du für eine köstliche Mahlzeit brauchst. Zur Weihnachtszeit stehen in der Bahnhofshalle – am Christkindlimarkt – hübsche, kleine Stände mit Tee & Glühwein, allerlei süssen & salzigen Leckereien und einem vielfältigen Angebot an Geschenkideen für deine Liebsten. Im östlichen Teil des Bahnhofs glitzert zur selben Zeit ein fünfzehn Meter hoher, über und über mit Swarovski-Steinen überdeckter Weihnachtsbaum. Von Ende September bis in den Oktober hinein befindet sich die Bahnhofshalle ein weiteres Mal im Ausnahmezustand. Am Zürcher Oktoberfest wird ein grosses Bierzelt samt Biergarten aufgestellt, Brezel verkauft, Biere gezapft und zu Deutschem Schlager auf Tischen & Bänken getanzt. Bei wichtigen Fussballereignissen – wie der Europa- oder Weltmeisterschaft – wird im östlichen Teil der Halle ein Public-Viewing aufgestellt, welches viele Besucher anlockt. Hier werden jedoch nicht nur Sportevents übertragen sondern auch tatsächlich durchgeführt, wie beispielsweise ein Beachvolleyball Turnier, für welches jeweils Unmengen von Sand in die Halle gefahren werden. Nebst dem Sport findet auch die Kunst in der Bahnhofshalle ihren Platz. Wenn du deinen Blick zur Decke richtest, entdeckst du eine beflügelte Nana von Niki de St.Phalle, einer französisch-schweizerischen Malerin und Bildhauerin.

Unter der grossen Uhr, die aus der ganzen Bahnhofshalle gut sichtbar ist, befindet sich der Treffpunkt des Bahnhofs Zürich. Hier warten Omas auf ihre Enkel, Liebende auf ihren Partner und Freundinnen auf ihre Shoppingbegleitung. In dem, doch manchmal ziemlich komplizierten und hektischen, Bahnhof bietet der Treffpunkt auch für Auswärtige einen sicheren Anker und gut auffindbaren Begegnungspunkt.

Untergrund & ShopVille

Unter der Bahnhofshalle beginnt ein Labyrinth aus Ladenpassagen und Gleisabgängen. Hier findest du – im sogenannten ShopVille – rund 180 Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe sowie 50 Restaurants, welche 365 Tage im Jahr von früh bis spät geöffnet haben. Im ShopVille kannst du dich nicht nur kulinarisch um die halbe Welt schlemmen, du findest auch alles was du zum Leben benötigst. Hier kannst du deinen Urlaub buchen, dir die Haare schneiden lassen, ein neues Outfit oder sogar einen neuen Fernseher besorgen. Durch zahlreiche Lebensmittelgeschäfte ist selbstverständlich auch für den Haushalteinkauf gesorgt. Ohne Erfahrung ist es hier unten jedoch nicht immer leicht, das gewünschte Geschäft zu finden.

Verschiedene Rolltreppen führen dich noch einmal eine Etage tiefer zu den Gleisanlagen. So gelangst du zur Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU), die auf den Gleisen 1 und 2 fährt. Im Untergrund beherbergt der Hauptbahnhof zudem zwei weitere Bahnhöfe mit den Namen Museum- und Löwenstrasse. Der Bahnhof Museumstrasse liegt im nördlichen Teil des Labyrinths. Über die durchgehenden vier Gleise mit den Nummern 41 bis 44 fahren beinahe im Minutentakt S-Bahnen ein und aus. Auf der südlichen Seite liegt der, im Jahr 2014 eröffnete, Bahnhof Löwenstrasse. Hier machen seither – auf den Gleisen 31 bis 34 – ebenfalls Inlandzüge Halt.

Geschichte

Der Hauptbahnhof Zürich, welcher von Gustav Albert Wegmann gebaut wurde, zählt zu den ältesten Bahnhöfen der Schweiz. Er wurde als letzte Station der Spanisch-Brötli-Bahn – der ersten Bahnlinie der Schweiz – im Jahr 1847 unter dem Namen Bahnhof Zürich eröffnet. Im Jahr 1871 entstand an derselben Stelle aufgrund des zunehmenden Bahnverkehrs ein komplett neues Bahnhofsgebäude aus Sandstein mit Restaurants und Sälen. Der Neorenaissance-Bau beeindruckte durch Lichthöfe, reich dekorierte Gängen und einem Triumphbogen über dem Haupteingang. Der Kopfbahnhof beherbergte damals sechs Gleise. Durch die Eingemeindung der Vorort erhielt der Bahnhof Zürich seinen heutigen Namen – Hauptbahnhof Zürich (Zürich HB). 1902 erfolgte eine Erweiterung des Bahnhofs um vier Gleise und einem neuen Trakt mit einem Restaurant und der Bahnpost. Auf der Strecke von Zug bis Zürich wurde 1923 die erste elektrifizierte Strecke Zürichs in Betrieb genommen. Zehn Jahre später wurde der Bahnhof Zürich um zehn Gleise, eine Querhalle sowie eine Perronhalle erweitert.

1970 erfolgte die Eröffnung des Bahnhofplatzes und der unterirdischen Ladenpassage ShopVille. Bereits zehn Jahre später entwickelte sich der Untergrund zum Drogenumschlagplatz. Bald mieden die Reisenden das ShopVille und in der Nacht wurde der Bereich durch Gitter sogar komplett abgesperrt. Die Situation beruhigte sich erst in den 80er-Jahren wieder. 1988 stimmt das Zürcher Volk einer Überbauung eines Teils der Gleisanlage zu. Durch den Anbau Hauptbahnhof Südwest wurde daraufhin mehr Patz für Reisende sowie neue Fläche für die Entwicklung der Stadt geschaffen. Zwei Jahre darauf konnten die beiden neuen, unterirdischen Bahnhöfe eröffnet werden. Der Bahnhof Museumsstrasse umfasst 4 Gleise für den S-Bahn-Betrieb und im SZU-Bahnhof fährt nun die Sihltal Zürich Uetliberg Bahn ein. Die beiden Bahnhöfe werden durch eine Ladenpassage mit Marmorwänden verbunden.

Im Jahr 2014 folgte die lang ersehnte Eröffnung des fünf Kilometer langen Weinbergtunnels zwischen dem Hauptbahnhof und Zürich Oerlikon. Bereits 2006 starteten die Bauarbeiten am dritten unterirdischen Bahnhof. Zugang zum neu entstandenen Bahnhof Löwenstrasse wurde im Jahr 2008 durch eine Erweiterung der Passage Shilquai sowie im Jahr 2014 durch die Eröffnung der Gessneralle geschaffen.

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