• Weihnachtsdorf

Wienachtsdorf

Der Sechseläutenplatz verwandelt sich zur Adventszeit bereits zum zweiten Mal in ein romantisches Weihnachtsdorf. Vom 24. November bis zum 23. Dezember stehen über hundert kleine rote Häuschen entlang der meist stark frequentierten Wege. In der Mitte des kleinen Dorfes aus Marktständen steht ein grosser, dicht geschmückter Tannenbaum, der über die Dächer der Hütten hinausragt. In den kleinen Häuschen findest du zum einen alles, was du von einem klassischen Weihnachtsmarkt erwartest: Glühwein, Kerzen, Schmuck und allerlei Weihnachtsgeschenke. Das Wienachtsdorf bietet jedoch noch einiges mehr. Hier gibt es auch moderne Designobjekte, kreative Wohn-Accesoires und handgemachtes aller Art – von Kunst bis zu Strickpullovern. Bei der Auswahl der Anbieter wurde auch dieses Jahr viel Wert auf Nachhaltigkeit, Fair Trade und lokales Handwerk gelegt, was sich deutlich in den angebotenen Produkten widerspiegelt.

Selbstverständlich wurde am Weihnachtsmarkt auch der kulinarische Aspekt nicht ausser Acht gelassen. Zahlreiche der kleinen roten Häuschen sowie zusätzliche Foodtracks bieten Leckereien aus der ganzen Welt an – von der Zuckerstange bis hin zum Deluxe-Burger. Ob süss oder salzig, zum sofort verzehren oder zu Hause geniessen, ob traditionell oder modern – im Weihnachtsdorf bleiben kaum kulinarische Wünsche offen. Besonders beliebt ist die Fonduestube. In dem grossen Chalet kriegst du alles, was das Käseherz begehrt – vom hauseigenen Züribieter Fondue bis hin zu Fondue Chinoise. Dazu wird auf Wunsch natürlich auch ein feines Weinchen serviert. Ebenfalls im Chalet befindet sich eine Cocktail-Bar, an der du dich mit Champagner oder weihnachtlichen Cocktails versorgen kannst. Und zum Knabbern gibt’s hier auch allerlei – vom Bündner Plättli bis zur Nusstorte. Dieses Jahr gibt es zudem ein zweites Chalet, in welchem du nebst einer Bar eine Art „gemütliches Wohnzimmer“ mit Sessel, Sofa und einem kleinen Weihnachtsbaum findest.

Amy – die Geniesserin: Ein weiteres Highlight des Wienachtsdorfs ist auch dieses Jahr die Eisbahn. Auf rund 700 Quadratmetern kannst du hier für vier bis sechs Franken Eintritt deine Kufen schwingen. Was gibt es schöneres als ein romantisches Date auf dem Eis mit einem bezaubernden Blick auf das Opernhaus? Es lohnt sich allerdings abzuwarten bis die Kinderschar von der Eisfläche verschwunden ist. Abends ist das Ganze ja sowieso noch einmal viel romantischer.

David – der Sportliche: Auch für diejenigen unter euch die weniger auf Romantik und mehr auf sportliche Challenges stehen, gibt es auf der Eisbahn einen Platz. Bei der Curling-ähnlichen Sportart Eisstockschiessen ist Teamwork und Geschicklichkeit gefragt. Die Präzisionssportart stammt ursprünglich aus Skandinavien, wo sie in ähnlicher Form bereits im 13. Jahrhundert auf gefrorenen Gewässern gespielt wurde. Für eine Partie Eisstockschiessen musst du dich allerdings mit deinem Team voranmelden. Übrigens: Schlittschuhe sowie auch Rutschhilfen können neben der Eiskunstbahn gemietet werden.

Jeweils dienstags und donnerstags um 19 Uhr gibt es auf dem Eisfeld eine Show zu sehen. Dienstags drehen die Läuferinnen des Eislauf Club Zürichs ihre Pirouetten und donnerstags präsentieren die kleinen Eisprinzessinnen des Dübendorfer Eislauf Clubs ihre Show „Eternal Ice“. Nur am 1. Dezember ist alles anderes: Die Show beginnt erst um 20 Uhr und auf dem Eis stehen keine Kinder sondern Tara la Tresh und die glamourösen Anwärterinnen auf den Titel der zweiten «Pink on Ice»-Prinzessin. Für Unterhaltung wird im Weihnachtsdorf aber nicht nur auf dem Eis gesorgt. Beinahe jeden Tag ist am Weihnachtsmarkt jemand Besonderes zu Besuch, um die Zuschauer zum lachen, staunen oder träumen zu bringen. Ein Starjongleur wirbelt seine Keulen durch die Luft, bunt verkleidetet Stelzenläufer stolzieren durch die Massen, Märchen werden erzählt oder der Saxophon spielende Samichlaus verzaubert die Besucher mit seinen Klängen. Dieses Jahr findest du zudem vor dem Opernhaus ein wunderschönes, nostalgisches Karussell. Kleine weisse und schwarze Pferde drehen mit fröhlichen Kindern auf den Rücken ihre Kreise.

Liselotte – die Kultur-Expertin: Ein besonderes Highlight des Weihnachtsdorfs ist der musikalische Adventskalender. Vom 1. bis zum 23. Dezember findet täglich um 17.30 Uhr im Foyer des Opernhauses ein kostenloses Konzert statt. Jeweils während fünfzehn bis zwanzig Minuten verzaubern die Klänge der Musikerinnen und Musiker der Philharmonia Zürich sowie Sängerinnen und Sänger des Ensembles den Sechseläutenplatz.

Ob Familien mit Kindern, die sich auf dem Eisfeld austoben, verliebte Pärchen, die durch das Dorf bummeln, Geschäftsleute, die sich auf einen Feierabend-Glühwein treffen oder Kauflustige, die auf der Suche nach Geschenken oder Leckereien sind – das Weihnachtdorf lockt jeden Tag zahlreiche Besucher an. Wenn du es eilig hast, ist der Weg durch das Dorf zu gewissen Zeiten ein regelrechter Kampf. Daher am besten immer genug Zeit einplanen – auch beim Weg aufs Klo – und sich einfach von der Masse treiben lassen.

Interview mit dem Wienachtsdorf-Team

ZURICH BY TRAM: Was ist eure Idee hinter dem Wienachtsdorf?

WIENACHTSDORF-TEAM: Das Wienachtsdorf ist ein verwunschener Dorfkern mitten in der Stadt, für den sich rund 100 Hütten um einen grossen Weihnachtsbaum zusammenschmiegen. Es ist ein Begegnungsort für Gross und Klein, der zum Schmökern, Shoppen und Verweilen einlädt. Mit einer Eisbahn, viel Kulinarik und einem breiten Rahmenprogramm soll die Vorfreude auf Weihnachten zelebriert werden. Direkt vor der märchenhaften Kulisse des Zürcher Opernhauses.

ZURICH BY TRAM: Wie wählt ihr die Anbieter aus und welche Aussteller des diesjährigen Wienachtsdorfs mögt ihr am meisten?

WIENACHTSDORF-TEAM: Das Auswahlverfahren für die wenigen Plätze auf dem Sechseläutenplatz ist lang und aufwendig, da wir als langjährige Marktveranstalter ein grosses Netzwerk von Ausstellern haben, die sich mit Design, Herstellung und Vertrieb von hochwertigen Produkten und Kleinserien befassen. Bei der Auswahl legen wir besonderen Wert auf innovative Produkte, welche eine klare Handschrift tragen und aus nachhaltigen Rohstoffen unter fairen Konditionen hergestellt und produziert werden. Dass wir langjährige und sehr persönliche Beziehungen zu unseren Ausstellern pflegen, wirkt sich auf die Stimmung im Dorf aus, zeichnet sich aber auch beim Sortiment ab. Das Angebot ist so breit wie die Aussteller verschieden sind – insofern ist es fast unmöglich zu sagen, wer unsere liebsten Aussteller sind.

ZURICH BY TRAM: Gab es eine grosse Nachfrage nach den Markt-Häusschen?

WIENACHTSDORF-TEAM: Ja, wir haben rund 400 Bewerbungen für 100 Plätze bekommen.

ZURICH BY TRAM: Was ist in diesem Jahr im Vergleich zu 2015 neu?

WIENACHTSDORF-TEAM: Die Eisbahn haben wir verändert. Einerseits um mehr Platz für flinke Kurven zu gewinnen und Schlittschuhfahren und Eisstockschiessen klarer zu trennen, aber auch um die romantische Stimmung noch üppiger zu gestalten. Mit einer kleinen Baum-Insel in der Mitte, die schön kitschig und weihnachtlich dekoriert ist. Auch die Vermietung ist grosszügiger geworden, damit weniger Stau entsteht beim Anstehen.

Neu ist auch das Karussell direkt vor dem Opernhaus. Es wurde in Frankreich eigens fürs Wienachtsdorf gebaut und von Hand mit Motiven aus der Limmatstadt Zürich bemalt. Auf den Pferdchen und Raumschiffen lässt es sich herrlich durch die Luft fliegen. Aus dem Kinderbereich neben dem Chalet haben wir die Villa Zaubernuss entwickelt: ein dekorierter Pavillon, in dem sich die Kleinen beim Spielen austoben, sich schminken lassen oder Märchenerzählern lauschen können.

In der linken Hälfte vom grossen Chalet servieren wir weiterhin die beliebten Fondue-Variationen, im rechten Teil können sich spontane Gäste mit kleinen Snacks und Cocktails verpflegen. Neu gibt es dieses Jahr ein zweites Chalet, das mit Bar und DJ für Gemütlichkeit und Après-Ski-Feeling sorgt. An den Foto-Automaten kann man sich fotografieren und sein Foto als Postkarte mit Wienachtsdorf-Motiven drucken lassen. Auf dem ganzen Platz gibt es neue Unterstände, an denen gegessen, getrunken und die Weihnachtsmarkt-Stimmung genossen werden kann.

Unsere Webseite hat ein neues Design bekommen. Dort ist das Rahmenprogramm zu finden, aber auch Kurzportraits von Ausstellern, Infos zum Foodangebot, zur Eisbahn, sowie die Möglichkeit einen Platz im Chalet zu reservieren.

ZURICH BY TRAM: Was waren bisher eure schönsten Momente im Weihnachtsdorf?

WIENACHTSDORF-TEAM: Wenn der grosse Baum angeliefert und aufgerichtet wird, verbreitet sich Vorfreude auf dem Platz. Wenn das erste Mal die Lichterketten und Laternen angezündet werden und das Aufbau-Team mit einem kalten Bier zum ersten Mal aufs Wienachtsdorf anstösst, dann wird es erstmals richtig festlich. Die grösste Arbeit findet für die meisten unsichtbar nämlich vor dem Wienachtsdorf statt, wenn unsere Mitarbeiter und Teams teilweise unter extremen Bedingungen dafür sorgen, dass ein funktionierendes Dorf auf dem Sechseläutenplatz steht.

ZURICH BY TRAM: Und die grössten Erfolge, die ihr feiern durftet?

WIENACHTSDORF-TEAM: Der grösste Erfolg ist zu sehen, dass die Menschen sich freuen. Die vielen lächelnden Gesichter, die mit Neugier und Staunen das Dorf erkunden, sind jeden Aufwand wert. Auch dass unsere Mitarbeiter stolz aufs Wienachtsdorf sind, dass sie gerne dort arbeiten und jeder seinen Teil zu diesem magischen Ganzen beiträgt. Weitere Erfolge sind die friedliche und positive Stimmung, dass die Besucher so durchmischt sind und das Dorf auch von Familien und älteren Menschen genutzt wird. Dazu tragen auch die Aussteller bei, die sehr hilfsbereit und fürsorglich miteinander umgehen und so auch wesentlich zur Grundstimmung beitragen. Ob Besucher, Aussteller oder Mitarbeiter – der grösste Erfolg ist, wenn es den Menschen im Wienachtsdorf so gut gefallen hat, dass sie wiederkommen möchten.

ZURICH BY TRAM: Welche Schwierigkeiten musstet ihr bis anhin meistern?

WIENACHTSDORF-TEAM: Durch die Kurzfristigkeit der Ausschreibung ist das Projekt von Anfang an von einem hohen Tempo geprägt. Weil das Wienachtsdorf viel mehr als ein klassischer Weihnachtsmarkt ist, ist auch der Umfang des Projekts riesig, was viel Koordinationsaufwand erfordert. Dass unsere Teams begeisterungsfähig, belastbar und mittlerweile gut eingespielt sind, hilft enorm diese Schwierigkeiten zu meistern.

ZURICH BY TRAM: Wird es das Wienachtsdorf in dieser Form nächstes Jahr wieder geben?

WIENACHTSDORF-TEAM: Ja. Wie es dann genau aussehen wird im Dorf, können wir jetzt aber noch nicht sagen. Das bleibt Teil der alljährlichen Überraschung zur Weihnachtszeit.

ZURICH BY TRAM: Zu guter Letzt: Gibt es eine Geschichte zum Wienachtsdorf, die ihr uns erzählen möchtet? Oder ein Erlebnis, dass ihr mit uns teilen wollt? Oder einfach nur einen letzten Ratschlag, Tipp oder Wunsch?

WIENACHTSDORF-TEAM: Das Wienachtsdorf ist so dicht an Details, Akteuren und Dingen zum Entdecken und bietet unzählige Nischen für Rückzug und Besinnlichkeit. Die beste Geschichte kann man nicht erzählen. Jeder erlebt sie nämlich selbst – in den Gassen, im Chalet, auf der Eisbahn. Mit Freunden, Familie, dem Herzblatt. Mittags, zur Dämmerung oder unter dem Sternenhimmel. Vergnügt, verliebt, verzaubert.

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Öffnungszeiten:

24. November bis 23. Dezember 2016

Mo – Sa
So
11 bis 22 Uhr
11 bis 20 Uhr

Adresse:
Zürcher Wienachtsdorf
Weihnachtsmarkt
Sechseläutenplatz
8001 Zürich

Kontakt:
E-Mail: info@wienachtsdorf.ch

Web: www.wienachtsdorf.ch

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